Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

geschrieben von  Jens Fieguth

Paulus schreibt diesen Satz (Kol 4, 6) in einem Abschnitt des Kolosserbriefes, in dem es um die Verkündigung des Glaubens geht. Die Christen sollen die Botschaft der Liebe Gottes vermitteln und weitergeben. Da muss ich zuerst an eine Predigt denken. Wenn dann das Salz und Würzen ins Spiel kommen, muss ich wiederum ans Kochen denken. Jeder von uns hat wohl ein Lieblingsgericht. Das können Spaghetti mit Tomatensoße sein oder Rinderfiletspitzen mit blanchiertem Gemüse und Kroketten.

Der Eine mag es eben bodenständig, der Andere schätzt es eher raffiniert und ausgefallen. Genauso hat jeder seine eigen Vorstellungen wie eine Predigt sein sollte. Kinder, junge und ältere Men-schen haben andere Bedürfnisse und Vorstellungen von dem was Sie sich im Gottesdienst wünschen.

Da hat der Koch ein Problem, was soll er nun anrichten? „Es wird gegessen was auf den Tisch kommt“ ist nicht die richtige Einstellung. Es geht hierbei nicht um leibliche Speisen sondern um geistige Nahrung. Der Sohn Gottes ist gekommen und hat uns mit unseren Schöpfer versöhnt. Das ist das Salz, mit dem unsere Rede gewürzt sein soll. Dies ist eine Freude und Trost zugleich. Es ist ein Ruf, sein Leben unter die Liebe Gottes zu stellen. Wenn wir das weitergeben wollen, so sollen wir das auf die richtig Weise tun. Angemessen, in Ton und Sprache. Das Gegenüber in Blick nehmend.

Er ist der Gast, den wir an unseren Tisch bitten, um das Mahl mit Ihm zu teilen. Schmeckt ihm die Speise, so wird er nach mehr fragen und gerne wiederkommen. Ist das Essen fade und lieblos angerich-tet , so wird er das bemerken.
Wir sollen mit Ihm die besondere Zutat, das unser Leben würzt, teilen. Das besondere und kostbare Salz Gottes.

Das Menü, das wir anbieten, ist gewürzt mit Liebe, Geborgenheit, Barmherzigkeit, umfassendem Frieden, Gerechtigkeit. Wem sollte das nicht Schmecken? Es ist angerichtet, nehmt Platz und kostet.


Foto: Salt in the dead sea by Yair Aronshtam unter CC 2.0 Lizenz, bestimmte Rechte vorbehalten.

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Monatslosung

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Kol 4, 6

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.