Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag

geschrieben von  Ruth Wedel

„Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.“ (Apostelgeschichte 26, 22) - Ein unerschrockener Paulus hat diese Worte gesprochen, in einer langen, flammenden Rede vor Agrippa, König der Juden, von des römischen Kaisers Gnaden, und vor Festus, dem neuen römischen Statthalter in Jerusalem. Etliche Juden wollten Paulus verurteilt sehen, weil er seine Bekehrungsgeschichte verbreitet und zur Buße ruft.

Festus meint, er habe „nichts Todeswürdiges“ getan; und auch Agrippa sagt zu Paulus: „Es ist dir gestattet, frei zu reden.“ Paulus nimmt kein Blatt vor den Mund. Er erinnert an alte Verheißungen der Auferstehung, er entfaltet sein Damaskus-Erlebnis und lässt seine Verteidigungsrede im Bekenntnis gipfeln: Hilfe erfahren — Zeuge sein bei Groß und Klein, bei Christen, Juden, Heiden.

Erfahre ich jeden Tag Gottes Hilfe? Wenn ich achtsam meinen Tag durchlebe, für viele gute Fügungen dankbar sein kann, Gottes Nähe in guten und schwierigen Zeiten spüren darf, dann kann ich froh einstimmen in das Bekenntnis des Paulus und sollte es auch mutig tun.

Zeuge sein im Alltag: Das heißt doch, von erfahrener Hilfe Gottes erzählen, meiner Familie, meinen Freunden, Menschen denen ich begegne. Dazu muss ich nicht ständig das Wort „Gott“ im Munde führen oder fromm daherreden. Mein Zeugnis wird glaubhaft in meinem Tun und Reden. Sie fließen aus dem Dank für die hilfreiche Nähe Gottes, die wir täglich erfahren dürfen.

Foto: Bekehrung des Paulus (Ausschnitt) von Caravaggio - Lizenz gemeinfrei

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Monatslosung

Und siehe, es sind Letzte, die werden die
Ersten sein, und es sind Erste, die werden
die Letzten sein.

Lk 13, 30

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.