geschrieben von  Werner Funck

Verbände

Die "Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland" (AMG) wurde 1990 gegründet und umfasst 53 Gemeinden mit 6.200 getauften Gemeindegliedern. In der AMG haben sich Mennonitengemeinden zusammengeschlossen, die seit alters her oder erst seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland bestehen.

Die AMG wurde gegründet und wird getragen von drei regionalen mennonitischen Gemeindeverbänden, der "Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden", deren Mitgliedsgemeinden in Nord- und Westdeutschland liegen, der "Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Mennonitengemeinden", deren Gemeinden in der Pfalz, in Rheinhessen und in Frankfurt sind, sowie dem "Verband deutscher Mennonitengemeinden", dessen Gemeinden in Bayern, Baden-Württemberg und der Pfalz beheimatet sind. Die Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona ist Mitglied in der "Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden".

Die AMG ist gemäß dem mennonitischen Glaubens- und Gemeindeverständnis, das der örtlichen Gemeinde die letzte Souveränität zuweist und übergeordnete Zusammenschlüsse nur im Sinne einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft kennt, kein bundesweiter Zusammenschluss. Vielmehr erfüllt sie bestimmte, ihr zugewiesene Aufgaben von gemeinsamen Interesse. Dazu gehören vor allem die Veranstaltung von Tagungen, die Veröffentlichung von regelmäßigen Publikationen ( wie z.B. "Die Brücke - Täuferisch-mennonitische Gemeindezeitschrift" und das "Mennonitische Jahrbuch"), die Förderung theologischer Aus- und Weiterbildung, die Vertretung der der AMG angeschlossenen Gemeinden gegenüber anderen Kirchen und staatlichen Stellen, jeweils, soweit sich die Interessenswahrnehmung auf die gesamte Bundesrepublik bezieht. Regionale Verbände oder örtliche Gemeinden unterhalten entsprechende Kontakte auf ihrer Ebene.

Die AMG arbeitet mit anderen mennonitischen Gemeindeverbänden zusammen in der Mennonitischen Weltkonferenz. Die "Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden", ein Teilverband der AMG, ist Mitglied im ÖRK. Selbstständig arbeiten im Rahmen der AMG Werke für die Bereiche Mission und Friedensdienst.

(gekürzt: Thomas Schamp)

Monatslosung

Und siehe, es sind Letzte, die werden die
Ersten sein, und es sind Erste, die werden
die Letzten sein.

Lk 13, 30

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.