Texte

Bereits im April 2014 haben wir bei einem musikalischen Abend und einem Festgottesdienst an die Grundsteinlegung unserer „Mennoburg“ gedacht. Die verschiedenen Vorbereitungsgruppen begannen denn auch mit ihrer Arbeit. Am langwierigsten war wohl das Buchprojekt: „100 Jahre Augenblicke“. Geschichtchen aus der Geschichte wurden gesammelt. Viele Menschen haben sich erinnert. Mit Zeichnungen von Kindern, vielen historischen und aktuellen Fotos vom Gebäude, Zitaten und Artikeln wurde das Buch zu einem bunten Beitrag zum Jubiläum und auch weit darüber hinaus. Allen noch einmal herzlichen Dank, die daran mitgewirkt haben, es gekauft haben und hoffentlich zum Genuss und Gewinn auch gelesen haben.

Es gibt verschiedene Versuche, Gott zu beschreiben; als Vater, als Herr, oder eben hier ungewöhnlicherweise als Mutter. Es ist bemerkenswert, dass hier einmal nicht die Männlichkeit, sondern die Weiblichkeit mit Gott assoziiert wird: wobei es auch in Zeilen vorher vor allem um eine Seite des Weiblichen geht: Die Mütterlichkeit. Wofür steht sie hier und wofür steht dann Gott? – Es wird die Sehnsucht ausgedrückt, dass Gott uns nicht los lässt, sondern umfangen hält wie eine Mutter einen Säugling. Ein liebevolles Umfangen, ein sanftes, zärtliches, ein umsorgendes, ernährendes.

 

Dieser Vers ist einerseits ganz klar und verständlich – und andererseits doch recht kompliziert. Will Markus wirklich sagen, dass nur ein Mensch, der sich mit allen seinen Mitmenschen ausgesöhnt hat, sein Wort an Gott richten darf? Würden Christen sich strikt daran halten, ginge ich davon aus, dass im Himmel recht wenige Gebete ankommen würden. Ich glaube schon, der Evangelist meint es ernst – aber eher im grundsätzlichen Sinne: Er stellt eine Hierarchie auf, sagt uns also, was wichtiger – und was weniger wichtig ist.

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Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.